CV

José F.A. Oliver

andalusischer Herkunft, wurde 1961 in Hausach im Schwarzwald geboren und lebt dort als freier Schriftsteller.

Stipendien und Gastdozenturen: Für seine dichterischen Arbeiten erhielt er u.a. 1989 das Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg e.V., 1994 das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im Literarischen Colloquium Berlin. 2001 war er Stadtschreiber in Dresden. 2002 Gastprofessor und writer-in-residence am MIT (Cambridge / USA). 2004 Stadtschreiber in Kairo. 2007 Chamisso-Poetik-Dozentur an der TU Dresden und writer-in-residence an der University of Warwick in Großbritannien. 2013 Chamisso-Poetik-Dozentur an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. 2013 erhielt er auch das Stipendium der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

Preise: 1997 ist er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet worden. 2007 erhielt er den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg; 2009 den Thaddäus-Troll-Preis; 2012 den Joachim-Ringelnatz-Preis (Nachwuchs). 2015 den Basler Lyrikpreis und 2016 den Hebeldank. (Lörrach).

Jüngste Publikationen (Auswahl): „Unterschlupf“. Gedichte (Suhrkamp, 2006); „Mein andalusisches Schwarzwalddorf“. Essays. (Suhrkamp, 2007); „fahrtenschreiber“. Gedichte (Suhrkamp, 2010) und „Lyrisches Schreiben im Unterricht – Vom Wort in die Verdichtung“ (Klett / Kallmeyer-Friedrich-Verlag, 2013).

Veröffentlichungen 2015/16: u.a.: „Fremdenzimmer“. Essays (weissbooks.w. Frankfurt a.M, 2015); „sorpresa, unverhofft“ – Lorca, 13 Einschreibungen (hochroth Verlag, Berlin 2015); „Gastling“. Neuauflage und „Frühe Gedichte“, ausgewählt von Ilija Trojanow. Beide: Hans Schiler Verlag, Berlin-Tübingen 2015.
„21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe und 10 Fotow:orte“ (Matthes & Seitz, Berlin 2016).

José Oliver ist Kurator des 1998 von ihm ins Leben gerufenen Literaturfestes Hausacher LeseLenz (www.leselenz.com). Er hat gemeinsam mit dem Literaturhaus Stuttgart Schreibwerkstätten für Schulen entwickelt, um die Sprachsensibilität von Kindern und Jugendlichen zu fördern und ihr Verständnis für den Umgang mit Literatur zu erweitern.

„Wer im heutigen Gedicht nach Musik, nach Lust am sprachlichen und formalen Experiment, nach Übereinstimmung von Atem und Bild, nach Lautkristallen sucht, wird hier reichlich belohnt.“ (Joachim Sartorius, Süddeutsche Zeitung)

„Manchmal beflüstert er ein Unterwort. Und schärft mit dem sprachlich Unkonventionellen unsere Sinne. (…) Wäre ich ein Wort, ein Halbsatz, ein Satz, ein Absatz, und würde ich kränkeln, sagen wir an der Grippe der Sprache, der gemeinen Abgegriffenheit, ich würde mich von José Oliver behandeln lassen, so behutsam, zart und präzise geht er um mit jeder Silbe.” (Ilija Trojanow, Kulturkurier)